PROJEKTE IN DER

WALDORFSCHULE ESSEN


Errichtung eines Sportplatzes

Bereits 2004 konnte die Stiftung aus eigener Kraft und mit Hilfe öffentlicher Fördermittel ein über 27 000 m² großes Gelände in unmittelbarer Nachbarschaft zur Schule erwerben und an die Schule verpachten. Auf diesem Gelände errichtete die Stiftung einen Sportplatz, der 2010 am Tag der offenen Tür eingeweiht wurde.

Den drei Schulzweigen stehen auf dem Gelände nunmehr ein Tartan-Spielfeld mit Vorrichtungen für mehrere Sportarten (Basketball, Volleyball, Fußball u. a.), eine große Sportrasenfläche, eine vierspurige 100-m-Laufbahn mit Tartanbelag, eine Weitsprunggrube sowie ein Kugelstoßkreis zur Verfügung. Zuschauer können die Nutzung dieser Einrichtungen von einer kleinen Tribüne verfolgen.

Neues Technikkonzept für den Chemieunterricht

Der Chemieunterricht an Waldorfschulen ist als phänomenologischer Unterricht konzipiert, in dem durch eigene experimentelle Erfahrungen chemische Prozesse erlebt und daraus theoretische Erkenntnisse entwickelt werden.

In einer großen Umbaumaßnahme, an der sich die Stiftung maßgeblich beteiligt hat, wurden im Chemieraum 40 Schülerarbeitsplätze an 10 Medienstationen mit Strom-, Gas-, Wasser- und Abwasseranschlüssen errichtet, so dass alle Schüler und Schülerinnen einer Klassengemeinschaft zeitgleich und teamorientiert ihre Experimente organisieren und durchführen können.

Schulcircus Campanello

Das Schulcircusprojekt Campanello, 2006 ins Leben gerufen und von der Stiftung finanziell unterstützt, hat sich von Jahr zu Jahr weiterentwickelt und erfreut sich großer Begeisterung bei den Mitmachenden wie auch bei den Zuschauern der öffentlichen Aufführungen.

Das Projekt ermöglicht den Kindern völlig neue Erfahrungs- und Lernfelder, unterstützt die motorischen Fähigkeiten, steigert das Selbstbewusstsein und fördert den Teamgeist.

 Lernwerkstatt

Die Lernwerkstatt, ein 2007 ins Leben gerufenes und bis heute praktiziertes Unterrichtsmodell, wird zu einhundert Prozent von der Stiftung finanziert. Im Rahmen eines neuen Mittelstufenkonzepts für die Waldorfschule Essen stehen neben dem normalen Schulunterricht durch ein attraktives Kursangebot die Förderung akademischer Fähigkeiten sowie das Erlangen von Fertigkeiten in künstlerischen und lebenspraktischen Bereichen im Vordergrund. In den Gemeinschaft fördernden Kursen gehen die Kinder sinnvollen Beschäftigungen nach, die entsprechend ihrer Fähigkeiten oder Defizite in Teilbereichen ausgewählt werden (Fordern und Fördern).

Die Lernwerkstatt hat sich im Laufe der Jahre als Erfolgsmodell bewährt und ist zu einem festen Bestandteil des Schullebens geworden.

Spanischunterricht

Im Rahmen eines neuen Sprachenkonzepts führte die Waldorfschule Essen 2013 Spanisch als vierte Fremdsprache neben Russisch, Englisch und Latein für die Oberstufe ein.

Mit dieser Erweiterung des pädagogischen Angebots wird auch eine Attraktivitätssteigerung erwartet.

Um den Spanischunterricht unabhängig vom Schulhaushalt finanzieren zu können, hat die Stiftung ein Drittel der anfallenden Kosten übernommen und trägt so zur Nachhaltigkeit dieses auf Dauer angelegten Schulprojektes bei.

 


PROJEKTE IN ENTWICKLUNGSBEDÜRFTIGEN LÄNDERN


Estrella del Sur / Peru

Estrella del Sur („Stern des Südens“) heißt die gemeinnützige Organisation, die die Waldorflehrerin Lourdes Jibaja ins Leben gerufen hat. Mit Hilfe dieser Organisation gründete sie 2007 in dem kleinen Andenort Pisac eine Waldorfschule für die in ärmsten Verhältnissen lebenden Menschen, schuf ein Essensprogramm für die Kinder und lehrte auch die Mütter lesen und schreiben. Die in Kunsthandwerk-Kursen für Männer und Frauen erstellten Produkte werden auf dem Schulbasar verkauft. Neben der Eröffnung eines Kindergartens in Pisac und eines weiteren im Nachbarort Amaru arbeitet sie auch mit Kindern der Shipibo-Indianer im Amazonas-Dschungel.

Dieses Projekt wurde von der Stiftung in den Jahren 2010 – 2012 finanziell unterstützt.

Nadeschda / Kirgisien

In einem politisch instabilen und behinderten Kindern gegenüber intoleranten Umfeld bemüht sich seit über 25 Jahren eine kleine anthroposophische Initiative in Kirgisien darum, behinderten Kindern und Jugendlichen zwischen 2 und 24 Jahren Zuwendung, Bildung und Therapie auf der Grundlage der Waldorfpädagogik zu vermitteln.

Neben einem Kindergarten und einer kleinen Waldorfschule gibt es Werkstätten zur beruflichen Bildung, ein Therapiezentrum und kleine Wohngruppen für Waisenkinder.

 

Die Stiftung hat dieses Projekt in den Jahren 2007 – 2009 finanziell unterstützt.

Shfa’ram / Israel

In Galiläa gibt es seit 2003 in dem Ort Shfa’ram das „Olivenbaum-Projekt“, eine arabische Waldorfinitiative mit einem Kindergarten und einer Waldorfschule, in der Kinder von Beduinen, Muslimen, Christen und Drusen gemeinsam spielen und lernen. Die Unterrichtssprache in der Unterstufe ist arabisch, um den Kindern eine Entwicklung in ihrem eigenen Kulturkreis zu ermöglichen. Neben der politisch angespannten Lage ist auch die finanzielle Situation besorgniserregend. Trotz allem treten Lehrerkollegium und Elternschaft entschlossen für ihre Ziele ein.

Seit 2013 wird dieses Projekt von der Stiftung finanziell unterstützt.

 

Kontakt

Telefon: 0202 - 25315846
E-Mail: h.w.riemann@live.com